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Ein klangvoller Abend mit den Swiss Tenors
am 3. Dezember 2016

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Der Kirchengemeinde Schlatt ist es gelungen, mit dem Engagement der Swiss Tenors das zahlreich erschienene Publikum in der Kirche Schlatt zu verzaubern und in die kommenden Festtage einzustimmen.



Wie der Tenor Enrico Orlandi in seiner Begrüssung bemerkte, war dieser Auftritt ein Heimspiel: Freunde und Familienangehörige der Musiker, zahlreiche Fans aus Nah und Fern fanden am Vorabend zum 2. Adventsonntag den Weg nach Schlatt. Viele Besucher hatten die Swiss Tenors noch in bester Erinnerung vom letztjährigen Weihnachtskonzert und brachten Bekannte mit. So war die festlich geschmückte Kirche Schlatt schon kurz nach Türöffnung gefüllt, sodass ein Teil der über 200 Zuhörer im Chor oder auf der Empore Platz nehmen konnte.

Der Pianist Gordon Schultz und der Violinist Valentin Akcag eröffneten das Konzert mit leisen Tönen und begleiteten den Einzug der Tenöre Enrico Orlandi und Andri Calonder, die mit dem Lied «Christmas is here once again» wohl auf ihren eindrücklichen Auftritt vor einem Jahr anspielten. Sofort nahmen sie das Publikum in ihren Bann und verwandelten die kleine Kirche Schlatt in einen grossen Konzertsaal. Ihre gewaltigen Stimmen kamen mit der speziellen Akustik der Kirche bestens zur Geltung und es war wohltuend, ein Konzert einmal ohne jegliche elektronische Hilfe zu erleben. Zuerst führten sie die Zuhörer durch ein internationales Medley in verschiedenen Sprachen, wobei es auch nichts ausmachte, wenn man nicht jedes Wort verstand. Die Melodien, die von den Instrumentalisten auf dem Piano und der Violine einfühlsam und virtuos begleitet wurden, sprachen für sich. Auch die Leute im Chor wurden nicht vergessen, indem sich die Sänger ihnen zuwendeten und spasseshalber androhten, den zweiten Teil des Konzerts in die andere Richtung zu gestalten... So war für viel Abwechslung gesorgt, nicht zuletzt durch die humorvollen und lockeren Ansagen von Enrico Orlandi und die Variationen der Auftritte.

Höhepunkte waren die drei Soli von Valentin Akcag, der mit seiner Violine mit unglaublicher Fingerfertigkeit und Virtuosität die Zuhörer betörte und dafür tosenden Applaus erntete. Während den «Slawischen Fantasien» von Dvorak-Kreisler schloss mancher Zuhörer die Augen und liess seiner Fantasie freien Lauf, getragen von den leisen Klängen, die dann immer lauter und heftiger wurden, ein Auf und Ab der Gefühle.

Nachdem Andri Calonder das «Ave Maria» und «Gesu Bambino» mit seiner warmen Stimme interpretierte, folgte ein Potpourri aus bekannten englischen Weihnachtsliedern, die das Publikum mit den rhythmischen und eingängigen Melodien mitrissen. Nach dem beschwörenden Song «Let it snow» liess es Enrico Orlandi zur Freude der Zuhörer wenigstens künstlich mit Glitzer schneien. Natürlich durften die Lieder vom Rentier Rudolph und «Jingle bells» nicht fehlen. Richtig Action entstand, als die beiden Tenöre mit Ukulelen bewaffnet durch den Mittelgang in die Kirche stürmten und mit dem spanischen Weihnachtsklassiker «Feliz Navidad» das Publikum zum Mitklatschen und Mitsingen animierten. Immer wieder wurden Soli eingestreut, sei es von den Tenören, aber auch der Pianist zeigte seine Singkunst beim Gospel «Amazing grace». Die romantischen deutschen Weihnachtslieder wie «Leise rieselt der Schnee» oder «Süsser die Glocken nie klingen» liessen einen in Kindheitserinnerungen schwelgen. Dieser Zyklus klang aus mit dem bekannten «Stille Nacht», wobei die ganze Kirche aus voller Inbrunst mitsang, wenigstens bei der 1. Strophe.

Vor dem Schlussbouquet bedankte sich Pfarrer Kurt Gautschi beim Publikum und bei den Musikern, die er als Engel des Himmels bezeichnete, die aber auch ihren verdienten irdischen Lohn bräuchten. Im Klartext forderte er die Besucher auf, nicht knauserig zu sein und bei der Kollekte nicht Räppli klingen zu lassen, sondern Nötli hervorzunehmen, damit die Kirchgemeinde nicht zu armen Tagen komme.

Das fast zweistündige Konzert wurde mit der spassigen Einlage «Feliz navidad» und dem zur momentanen Wettersituation passenden Song «I’m dreaming of a white Christmas» abgeschlossen. Anschliessend offerierte die Kirchenpflege vor dem Pfarrhaus Punsch und Kuchen. Bei angeregten Gesprächen genossen die Besucher diese Köstlichkeiten am wärmenden Feuer und machten sich dann zufrieden auf den Heimweg.

Thomas Benz

 
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